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Nächste Generation mit grossem Potenzial

Am vergangenen Donnerstagabend wurden am Berufsbildungszentrum Pfäffikon (BBZP) junge Berufsleute für ihre beeindruckenden Vertiefungsarbeiten ausgezeichnet. Insgesamt neun Projekte wurden vorgestellt, vier davon von der Jury für die finale Auswahl nominiert. Total gingen über 200 Arbeiten ein.

Die Vertiefungsarbeit ist für die Lernenden ein bedeutender Meilenstein: Sie zählt ein Drittel zur Gesamtnote und verlangt viel Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, sich intensiv mit einem selbst gewählten Thema auseinanderzusetzen.

Ein Abend voller Kreativität und Engagement
Nach der Begrüssung durch Rektor Roland Jost erhielten die Gäste erste Einblicke in die Projekte, unter anderem über kurze Videoblogs, in denen die Lernenden ihre Arbeiten selbst anteaserten. Anschliessend folgte ein Marktplatz mit individuell gestalteten Präsentationsständen.
Rund 80 Besucherinnen und Besucher, darunter H+I Präsident Ivo Huber, nutzten die Gelegenheit, direkt mit den Lernenden ins Gespräch zu kommen und mehr über die Entstehung und Motivation hinter den Arbeiten zu erfahren. Für viele war genau dieser persönliche Austausch der wertvollste Teil des Abends.

Zwei Auszeichnungen, ein grosser Applaus
In der anschliessenden Prämierung wurden zwei Preise vergeben: zum einen der Jurypreis, zum anderen der Publikumspreis.
Vier herausragende Arbeiten hatten es für den Jurypreis in die engere Auswahl geschafft. Gewonnen hat schliesslich Manaf Bakri mit einer App, die ihm und anderen Lernenden als Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung dient (siehe Bild oben). Sie fasst verschiedene Vorbereitungsbücher und Übungen zusammen und ermöglicht so ein strukturiertes, digitales Lernen.
Wie Bakri dem H+I-Präsidenten Ivo Huber im Gespräch erklärte, wollte er ursprünglich gar keine Vertiefungsarbeit schreiben und hätte dafür sogar eine schlechte Note in Kauf genommen. Doch dann kam er richtig in Flow, arbeitete rund zwei Monate mit wachsender Begeisterung an seiner App und entwickelte schliesslich ein Produkt, das er nun anderen kostenlos zur Verfügung stellt. Dies ganz im Sinne der Gemeinschaft statt des Kommerzes und mit einem 180-Grad-Wandel in seiner Motivation.
Das Publikum durfte aus allen neun Arbeiten seinen Favoriten wählen und es zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ideen. Zur Auswahl standen nebst der Lern-App eine selbst gebaute Garderobe, ein Hochbeet für Gemüse, eine Etappenreise, ein Laufprojekt rund um den Vierwaldstättersee, eigens komponierte Musik, eine funktionsfähige Rakete, ein Kunstwerk aus Stahl und eine Wasserfilterbox. Die meisten Stimmen erhielt das Garderobenprojekt von Seya Jim Gattolin und Janis Blesi, das durch seine Kombination aus handwerklicher Präzision und praktischem Nutzen überzeugte.

Mehr als nur eine Note
Der Abend hat eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft in den jungen Berufsleuten steckt. Die Vielfalt ihrer Projekte, die Liebe zum Detail und die Begeisterung an den Ständen machten sichtbar, wie viel Potenzial die nächste Generation mitbringt. «Unsere Lernenden sind unsere Zukunft», wurde mehrfach betont und die Veranstaltung hat eindrucksvoll bestätigt, wie sehr es sich lohnt, diese Zukunft zu fördern.


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