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Digitale Medien, Müdigkeit und Substanzenkonsum als Unfallfaktoren im Lehrbetrieb

120 Berufsbildnerinnen und Berufsbildner aus dem Kanton Schwyz bildeten sich am Donnerstag-Abend weiter. Das Amt für Berufsbildung Kanton Schwyz hatte zur BerufsbildenerInnen-Erfa in Schulhaus Römerrain in Pfäffikon geladen.

Bild: Sich selber ein Bild machen – mit dem Drogenkoffer war das möglich.

 

Angela Zimmermann

«Sucht – nüchtern betrachtet» war das Thema, das von den beiden kompetenten Referentinnen Claudia Kälin-Treina und Deborah Kälin von «ckt Gesundheitsförderung und Prävention Freienbach» ausgeleuchtet wurde.

Sie zeigten auf, wie sich das Handy schon in der Kindheit als bester Freund etabliert. Die Jugendlichen werfen 88 Mal pro Tag einen Blick auf ihr Handy, so dass täglich mehr als 2 Stunden der Schul- oder Arbeitszeit ans Handy verloren gehen. Claudia Kälin empfahl den Lehrbetrieben klare Abmachungen, um die Handynutzung zu reglementieren.

Schwyzer Jugendliche über dem Durchschnitt

Neben der Nutzung von digitalen Medien sind die Müdigkeit am Arbeitsplatz und der Substanzenkonsum (Alkohol, Drogen, Medikamente) weitere Faktoren, die heute zu Unfällen und Suiziden führen können. Die anwesenden Berufsbildnerinnen und Berufsbildner lernten viel über Substanzen, die im Moment auf dem Markt sind und erkannten auch die grosse Gefahr vom Misch-Konsum. Die Jugendlichen im Kanton Schwyz sind ebenso experimentierfreudig wie anderswo und sind beim Substanzenkonsum über dem schweizerischen Durchschnitt.

Deborah Kälin widmete sich den rechtlichen Konsequenzen und verwies auf die Haftbarkeit der Arbeitgeber, bzw. des verantwortlichen Ausbildners, wenn es aufgrund von Drogenkonsum zu Unfällen am Arbeitsplatz kommt. Strafbarkeit, Haftung und Verantwortung, wenn die nötigen Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden, liegen bei den Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern.

Absentismus

Im letzten Vortragsteil wurde noch das Thema «Absentismus» angesprochen. Die Zunahme von – oft auch unentschuldigten – Absenzen in den Berufsfachschulen und in Lehrbetrieben haben zugenommen. Sofortiges Ansprechen, eine saubere Protokollierung und klare Zielvereinbarungen bzw. Abmahnungen sind neben der Einbindung der Eltern wichtige Massnahmen zur Eindämmung dieses Übels.

Nach den äusserst spannenden Informationen, Zahlen und Fakten konnten sich die Anwesenden in einem Drogenkoffer die verschiedenen Substanzen ansehen, um sie im Notfall auch erkennen zu können. Sie nutzten beim anschliessenden Apéro die Möglichkeit, weitere Fragen zu stellen oder sich berufsübergreifend auszutauschen. Wer mehr über die Vortragsthemen erfahren will, findet ausführliche Infos unter www.machöpis.ch.


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